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Alles zur richtigen Zeit!

05. Juni 2014

Alles zur richtigen Zeit!

Die Glücksbringer-Uhr „Porte-bonheure“ - einst ein Geschenk des Kantons Jura an die kanadische Stadt Québec - wird jetzt in Montreal montiert.

Zahlreiche Spezialisten haben über viele Jahre an der aussergewöhnlichen Standuhr gebaut. Und auch Klüber Lubrication konnte zur Erfolgsgeschichte beitragen.  

Bereits im Jahr 2008 hatte der Kanton Jura sie der Stadt Québec zum 400. Jubiläum vermacht: die Glücksbringer-Uhr „Porte-bonheure.“  Lernende der Ecole Professionelle d'Hor - zukünftige Feinmechaniker und Uhrmacher - haben sie in den letzten sechs Jahren erbaut. Jetzt wird sie in Montreal montiert. Die Standuhr wird den Anforderungen höchster Uhrmacherkunst gerecht.
Auch für Klüber Lubrication ist das ein besonderer Tag: Die Standuhr arbeitet mit einem PFTE/PFPE Fett aus unserem Haus.

Glücksbringer-Uhr Porte-bonheure

 

„Porte-bonheure“ ist 3,50 Meter hoch, 2,50 Meter breit und 1,30 Meter tief. Die Standuhr besteht aus 5451 Einzelteilen und wiegt insgesamt 1913 Kilogramm. Sie wurde analog zu den Zeitmessern des Projektpartners Richard Mille realisiert und ist in vielerlei Hinsicht weltweit einzigartig. Die Forschung und Entwicklung, sowie die Verarbeitung, der Zusammenbau und die Einstellung der Uhr erfolgten unter der Mitwirkung von mehr als hundert Spezialisten aus 28 Berufsgattungen. Allein für die Entwicklung und den Zusammenbau waren mehr als 10‘000 Arbeitsstunden erforderlich.

Das mechanische Uhrwerk weist für ein Objekt dieser Grösse eine beispiellose Komplexität und bemerkenswerte Präzision auf. Es wiegt ganze 150 Kilogramm und setzt sich aus 3156 Teilen aus Messing, Edelstahl, Aluminium, Titan, Keramik und Rubin zusammen. Dank des transparenten Designs sind die Bestandteile teilweise sichtbar.  

Links und rechts des Zifferblatts befinden sich Gewichtsantriebe. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die erforderliche Antriebsenergie für das Uhrwerk zu liefern. Und das ist noch nicht alles. Der Gewichtsantrieb für das Jahr zeigt die Differenz zwischen der uns bekannten und im Alltag beachteten mittleren Sonnenzeit und der eigentlichen Sonnenzeit an. Ja, da gibt es einen Unterschied. 

„Porte-bonheure“

Exkurs: Die mittlere Sonnenzeit geht davon aus, dass die Bahn der Erde um die Sonne exakt kreisförmig ist und die Erdachse genau senkrecht auf der Bahn steht. Dass dies in der Realität nicht so ist, wissen wir. Die wahre Sonnenzeit implementiert, dass die Bahn der Erde um die Sonne elliptisch ist und die Erdachse ein wenig schief steht. Hier entsteht eine Differenz bis hin zu Stunden.  

Im Anschluss an die Ausstellung wird die Glücksbringer-Uhr „Porte-bonheure“ an ihren definitiven Standort in den Garten des Rathauses inmitten der Altstadt von Québec gebracht. An diesem geschichtsträchtigen Ort, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, nimmt sie ihren Platz als Botschafterin für die jurassische Uhrmacherkunst ein.