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Schmierstoffe spielen eine zentrale Rolle dabei, die Windkraft nachhaltiger zu gestalten

Schmierstoffe spielen eine zentrale Rolle dabei, die Windkraft nachhaltiger zu gestalten

Die OEMs und Betreiber von Windkraftanlagen leisten einen Beitrag zur Senkung des Gesamtverbrauchs an fossil erzeugter Energie, was zu einer Reduzierung von Emissionen, z.B. von CO2, führt. Fabio Zanella, Leiter Windenergie bei Klüber Lubrication, erklärt, wie sehr Schmierstoffe zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit in Windkraftanlagen beitragen können.

Die OEMs und Betreiber von Windkraftanlagen leisten einen Beitrag zur Senkung des Gesamtverbrauchs an fossil erzeugter Energie, was zu einer Reduzierung von Emissionen, z.B. von CO2, führt. Der Global Wind Energy Council (GWEC) stellt fest, dass die Windenergie 2016 die Erzeugung von 637 Millionen Tonnen CO2-Emissionen weltweit verhindert hat [1]. Dies entspricht rund 2% der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen von 32,5 Gigatonnen [2]. Neben ihrem Nachhaltigkeitshandprint, d.h. der Senkung des Ressourcenverbrauchs ihrer Kunden, müssen die Betreiber von Windkraftanlagen auch auf ihren eigenen Nachhaltigkeitsfootprint achten. Fabio Zanella, Leiter Windenergie bei Klüber Lubrication, erklärt, wie sehr Schmierstoffe zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit in Windkraftanlagen beitragen können.

 

Wie jeder in der Branche nur zu gut weiß, gibt es Windenergie nicht umsonst. Windkraftanlagen sind riesige, hochkomplexe Maschinen, die Millionen von Euros kosten. Sie konkurrieren mit anderen Energieträgern, und Investitionen in diesem Bereich müssen sich lohnen. Es gibt in der Windkraftindustrie eine einfache Kennzahl: die Stromgestehungskosten (engl. Levelized Cost of Electricity, LCoE). Diese stehen heute für die Stromkosten pro Einheit unter Berücksichtigung der gesamten Lebensdauer der entsprechenden Anlage, in diesem Fall also der Windkraftanlage. Sie bildet die Grundlage für die Entscheidung, ob in eine Energiequelle investiert werden soll oder nicht. Je niedriger die Stromgestehungskosten, desto billiger wird der Strom aus Windkraft im Vergleich zu fossiler Energie. Die Senkung der Stromgestehungskosten ist die wichtigste Herausforderung in der Windenergiebranche. Wird das erst erreicht, können fossile Energieträger aus dem Energiemix verdrängt werden - schließlich gibt es kaum eine nachhaltigere Energieform als durch Wind. Hier können Schmierstoffe einen Beitrag leisten und die Windkraft wettbewerbsfähiger machen.

Windkraftanlagen müssen größer werden, um effizienter und nachhaltiger zu werden.

Der vielversprechendste Ansatz zur Senkung der Stromgestehungskosten ist nicht durch Kosteneinsparungen und den Bau billigerer Windkraftanlagen. Dadurch würden die Gesamtkosten durch Probleme aufgrund billiger, leistungsschwacher Bauteile eher noch steigen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Windkraft könnte vollends verloren gehen. Die Lösung liegt vielmehr in der technischen Weiterentwicklung. Die Windkraftanlagen der Zukunft müssen größer, effizienter und zuverlässiger sein. Auch ihre Lebensdauer muss länger sein als heute. Windkraftanlagen haben ja jetzt schon gigantische Ausmaße. Der Bau noch größerer Anlagen verlangt den Bauteilen eine enorme Leistungsfähigkeit ab. Bei Rotordurchmessern von mehr als 200 Metern werden die verbauten Lager leicht über 3 Meter Durchmesser erreichen. Einige Blattlager könnten sogar 8 Meter oder mehr messen. Und diese Lager müssen dann genauso präzise laufen wie Kleinlager in Elektromotoren.

Zuverlässigkeit und effiziente Logistik sind entscheidend.

Eine Herausforderung liegt jedoch nicht nur in der Größe der Anlagen. Auch die Zuverlässigkeit der Bauteile muss sehr hoch sein. Die Stromgestehungskosten verzeihen keinen während der gesamten Laufzeit auftretenden Ausfall. Das bedeutet, diese Lager müssen über mehr als 25 Jahre einwandfrei laufen, um Zuverlässigkeit und Anlagenverfügbarkeit sicherzustellen. Nur so erreicht man günstige Stromgestehungskosten und erhöht die Attraktivität dieser Energiequelle. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor ist die Supply Chain: Sie muss global aufgestellt sein. Sowohl die Nachfrage nach Energie als auch die für Windkraft geeigneten Standorte sind weltweit ungleich verteilt. Daher stellt die Logistik eine weitere Herausforderung für die Nutzung der Windenergie dar. Ein globales Versorgungsnetz trägt zur Nachhaltigkeit bei, da Maschinen und Geräte so nicht über weite Strecken transportiert werden müssen. Die Erzeugung von Energie vor Ort kann einen großen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen leisten. Klüber Lubrication kann in viele Länder weltweit liefern und so Transportkosten und CO2-Emissionen niedrig halten.

Schmierstoffe und ihre zentrale Rolle für die Effizienzsteigerung

Schmierstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Effizienz von Windkraftanlagen. Moderne Spezialschmierstoffe müssen die nächste Generation von Windkraftanlagen problemlos und über einen langen Zeitraum am Laufen halten. Ein führender Schmierstoffspezialist wie Klüber Lubrication kann die Betreiber von Windkraftanlagen weltweit in der Senkung von Stromgestehungskosten unterstützen, indem er ihnen Schmierstoffe mit der erforderlichen Leistungsfähigkeit zur Verfügung stellt, so dass die nächste Generation von Winkraftanlagen für langen und zuverlässigen Betrieb zur Verfügung steht.

 

Erfahren Sie mehr über unsere Produkte: https://www.klueber.com/de/anwendungen/industrie/windindustrie/

 

[1] http://gwec.net/global-figures/wind-in-numbers

[2] https://www.iea.org/publications/freepublications/publication/GECO2017.pdf, S. 2