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In der Lebensmittelproduktion Betriebskosten senken und CO2 Bilanz verbessern

03. Juni 2011

In der Lebensmittelproduktion Betriebskosten senken und CO2 Bilanz verbessern

Ein Beispiel aus der Brauerei.

München, Juni 2011 - Die Produktion, Lagerung und Abfüllung von Bier in großen Mengen stellen extrem energieaufwändige Prozesse dar und sind damit hauptverantwortlich für die hohen Betriebskosten einer Brauerei. Ein enormes Energie-Einsparpotential liegt beim Betrieb von Kältekompressoren, Luftkompressoren und Getrieben verborgen, denn die Energiebilanz lässt sich durch den Gebrauch von modernen Spezialschmierstoffen deutlich verbessern.

„Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist ein wichtiges Anliegen der Anlagenbauer und -betreiber, nicht zuletzt, da die Energiekosten einen maßgeblichen Bestandteil der Betriebskosten darstellen", erklärt Michael Stirnweiß, Leitung Zentraler Technischer Verkauf bei Klüber Lubrication Deutschland. „Energie verursacht aber nicht nur Kosten beim Verbraucher, die Energiegewinnung ist darüber hinaus auch einer der Hauptfaktoren bei der Erzeugung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Eine Reduzierung des Energieverbrauchs einer Brauerei trägt somit auch spürbar zur Entlastung der Umwelt bei."

Ein Beispiel aus der Praxis
Am Beispiel einer Brauerei mit drei Produktionslinien lässt sich das hohe Einsparpotential beim Betrieb von Kompressoren und Getrieben verdeutlichen. Typischerweise sind hier Kältekompressoren mit einer Leistung von 200 KW, Luftkompressoren mit 300 KW Leistung, und Getriebe mit 450 KW Leistung im Betrieb. Durch die Umstellung auf moderne Hochleistungsschmierstoffe lassen sich Wirkungsgradsteigerungen zwischen 0,5 bis 15 Prozent je nach Art der Komponente nachweisen. Die so erzielten Ersparnisse bei den Energiekosten addieren sich zu einem jährlichen Einsparpotential von 224 400 KWh - das entspricht bei Energiekosten von 9,4 Cent pro KWh über 20 000 Euro im Jahr. Die Umstellung auf die entsprechenden Spezialschmierstoffe kann ohne großen Aufwand umgesetzt werden und macht sich bereits innerhalb kurzer Zeit bezahlt.

Kosten sparen mit synthetischen Kompressorenölen
Insbesondere der Energieverbrauch von Kompressoren stellt eine beträchtliche Größe bei den Betriebskosten dar. Ausgehend von einer Reibungsreduzierung im Kompressor und einer verbesserten Spaltdichtwirkung kann ein passend formuliertes synthetisches Kompressorenöl sowohl zur Erhöhung des volumetrischen Wirkungsgrades als auch zur Verringerung des Energiebedarfs beitragen. Beim Betrieb eines Kompressors entfallen weniger als ein Prozent der Kosten auf das Kompressorenöl. Synthetische Kompressorenöle sind in der Anschaffung zwar teurer als herkömmliche Öle, erweisen sich in der Gesamtbetrachtung jedoch als die kosteneffizientere Lösung.

Weitere Faktoren, die die Betriebskosten und auch die Betriebssicherheit von Kompressoren wesentlich beeinflussen, sind die Lebensdauer des Kompressorenöls, seine Neigung zur Rückstandsbildung, die Länge der Nachschmierintervalle und der Öldampfgehalt in der Luft. Gegenüber herkömmlichen Mineralölen zeichnen sich hochwertige synthetische Kompressorenöle zum Beispiel von Klüber Lubrication durch ihre hohe Oxidationsstabilität aus. Die Kompressorenöle der Klüber Summit FG Reihe basieren auf synthetischen Kohlenwasserstoffen. Durch ihre Oxidationsstabilität werden Rückstände deutlich minimiert. Das führt neben verlängerten Ölwechselintervallen auch zu längeren Standzeiten von Ölfilter und Ölabscheider, was die Wartungs- und Betriebskosten deutlich reduziert.

Auch beim Betrieb von Kältekompressoren zahlen sich leistungsstarke Produkte aus. Die synthetischen Kältekompressorenöle der Klüber Summit R Reihe beispielsweise sorgen für einen hohen Wirkungsgrad von Kälteanlagen durch weniger ölbedingte Ablagerungen und geringen Ölwurf. Sie ermöglichen einen weiten nutzbaren Verwendungsbereich der Kälteanlage, teilweise bis -50 °C Verdampfertemperatur.

Sowohl Klüber Summit FG Öle als auch Klüber Summit R Öle sind nach NSF H1 registriert sowie ISO 21469 zertifiziert und damit in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie anwendbar.

Getriebeöle für die Lebensmittelindustrie
Für eine hohe Prozesszuverlässigkeit und einen reduzierten Energieverbrauch sorgen auch die synthetischen, nach NSF H1 registrierten und nach ISO 21469 zertifizierten und somit für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie zugelassenen Getriebeöle von Klüber Lubrication. Durch die ausgezeichnete Alterungs- und Oxidationsstabilität der synthetischen Grundöle verfügen diese gegenüber herkömmlichen Getriebeölen über eine deutlich längere Gebrauchsdauer und können den Wirkungsgrad von Getrieben spürbar steigern. Ihr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten ermöglicht in vielen Fällen die Verwendung nur einer Viskositätsklasse sowohl bei niedrigen als auch hohen Temperaturen. Klüberoil 4 UH1...N-Öle sind Getriebeöle für einen normalen Temperaturbereich und für normale Belastungen, mit denen in bestimmten Fällen sogar eine Lebensdauerschmierung realisiert werden kann. Im Hochtemperaturbereich und bei hohen Belastungen empfiehlt sich die Verwendung von Klübersynth UH1 6-Ölen, bei denen das optimale Reibungsverhalten des Polyglykol Basisöls die Verlustleistung mindert und den Wirkungsgrad deutlich verbessert. Mit Klübersynth UH1 14-1600 stellt Klüber Lubrication darüber hinaus ein Fließfett zur Verfügung, das aufgrund der weichen Konsistenzeinstellung die gute Schmierstoffversorgung an der Reibstelle ermöglicht. Der Spezialverdicker mit gutem Haftvermögen und gutem Korrosionsschutzverhalten sorgt für eine längere Bauteillebensdauer.

CO2 Bilanz verbessern
Doch die positiven Effekte beschränken sich nicht auf die Einsparungen bei den Betriebskosten. Denn die Reduzierung der verbrauchten Energiemengen sorgt gleichzeitig für eine Verbesserung der CO2 Bilanz im oben genannten Beispiel einer Brauerei. So werden, abhängig von dem jeweiligen regionalen Energie-Mix aus fossilen Brennstoffen, Atomkraft und erneuerbaren Energien, derzeit im europäischen Mittel für die Erzeugung einer Megawattstunde Energie zirka 447 Kilogramm CO2 emittiert. Das bedeutet, dass bei einer Einsparung von 224 400 KWh die CO2 Bilanz der beschriebenen Brauerei um über 100 Tonnen CO2 pro Jahr verbessert werden kann.