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Experten gefragt – Die Schmierung von Windkraftanlagen

18. September 2012

Experten gefragt – Die Schmierung von Windkraftanlagen

Spezialschmierstoffe in Windkraftanlagen verlängern Wartungsintervalle und verhindern Ausfallzeiten

Hintergrundinformation - Die Bedeutung der Schmierung in der Windenergiegewinnung wird vielfach verkannt. Sie hat jedoch entscheidenden Einfluss auf Performance, Effizienz, Wartungsaufwand und die Lebensdauer von Anlagen. Mit steigender Kapazität der Windkraftanlagen wird sich die Bedeutung des Schmierstoffs noch weiter erhöhen: Bereits bei den derzeit verbreiteten 2 - 3 MW Anlagen stoßen herkömmliche Schmierstoffe an ihre Grenzen, bei einer Anlage von 5 MW werden die Standardschmierstoffe, wie sie in verschiedenen internationalen Normen beschrieben werden, den Anforderungen nicht mehr gerecht. Heute sind schon erste 10 MW Anlagen in der Erprobung.


Hinzu kommt, dass Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten der Windkraftanlagen häufig unter widrigen Bedingungen durchgeführt werden müssen. Insbesondere der Ausbau hochkapazitativer Offshore-Anlagen wird dieses Problem noch deutlich verstärken, wenn beispielsweise unplanmäßig anfallende Wartungen bei ungünstigen Witterungsbedingungen anstehen oder defekte Komponenten unter ungünstigen Umständen zu Ausfällen von mehreren Monaten führen können. Hochqualitative Spezialschmierstoffe können dazu beitragen, derartige Ausfälle zu vermeiden und die Wartungsintervalle zu verlängern. Bereits mit dem Wegfall einer einzigen Inspektion können wiederum die Schmierstoffkosten für die gesamte Lebensdauer einer Anlage eingespart werden.

Tausende von Windkraftanlagen weltweit werden bereits heute mit Hochleistungsprodukten von Klüber Lubrication geschmiert, die Umstellung weiterer WKA ist in Vorbereitung. Renommierte Anlagen- und Komponentenhersteller nutzen die von Klüber Lubrication entwickelten Produkte zur Erstausrüstung und empfehlen sie den Betreibern.

Speziallösungen für die Windenergiegewinnung
An Gebrauchsdauer, Belastbarkeit und Temperaturbeständigkeit der Schmierstoffe werden hohe Anforderungen gestellt. Diese Merkmale sollen über einen langen Betriebszeitraum erhalten bleiben. Es werden daher lange Ölstandzeiten und große Nachschmierintervalle für Schmierfette erwartet. Zum Vergleich: Während bei einem PKW das Motorenöl nach 15 000 bis 25 000 km gewechselt wird, was einer Betriebszeit von 300 bis 500 Stunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h entspricht, wird bei Windkraftanlagen ein Ölwechsel im Hauptgetriebe nach 25 000 bis 50 000 Stunden durchgeführt.

Anspruchsvoll ist auch die Lagerschmierung: Die unterschiedlichen Lager einer Windkraftanlage - Haupt-, Generator-, Azimut- und Blattlager - arbeiten unter verschiedenen Betriebsbedingungen und stellen daher an den Schmierstoff unterschiedliche Anforderungen. Während die Hauptlager bei niedrigen Drehzahlen hohen Belastungen und Vibrationen ausgesetzt sind, müssen Generatorenlager sowohl hohe Drehzahlen als auch hohe Temperaturen verkraften. Blatt- und Azimutlager schließlich haben neben hohen Belastungen auch oszillierende Bewegungen und Vibrationen zu bewältigen. Dazu kommen äußere Einflüsse wie extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen, salzhaltige Luft in Küstennähe und Offshore, ständig wechselnde Witterungsbedingungen und nicht zuletzt die Kräfte, die selbst bei einem Stillstand der Anlage durch Mikrobewegungen der Flügel auf die Lager einwirken.

Individuelle Entwicklungspartnerschaften, umfangreiche Prüfverfahren
Bei vielen Bauteilen, in Windkraftanlagen wie auch in allen übrigen Branchen, spielt der Schmierstoff als Konstruktionselement eine bedeutende Rolle. Denn wo immer Relativbewegungen zwischen sich berührenden Maschinenelementen auftreten, sorgen Schmierstoffe für Verschleiß- und Reibungsreduzierung und beeinflussen die Funktion des Bauteils. Daher ist eine frühzeitige, enge Zusammenarbeit zwischen Komponenten- und Schmierstoffhersteller im Rahmen von Neuentwicklungen von großer Bedeutung. Mit individuellen Entwicklungspartnerschaften trägt Klüber Lubrication dazu bei, Kundenprodukte zu optimieren, einen innovativen Vorsprung zu schaffen oder auszubauen, die Produktivität zu steigern und Kosten einzusparen.

Dafür bietet Klüber Lubrication neben der Entwicklungskompetenz ein einzigartiges Prüffeld für die Durchführung mechanisch-dynamischer Tests an weit über 100 Prüf- und Versuchseinrichtungen. Hier wird die Leistungsfähigkeit der Schmierstoffe von Klüber Lubrication getestet - in standardisierten DIN, ISO oder ASTM Prüfungen, auf selbst entwickelten Prüfständen oder auch mit individuellen Bauteilprüfungen. Durch die eigene Entwicklung und Produktion der Schmierstoffe und die Spezialisierung in den verschiedenen Branchen garantiert Klüber Lubrication seinen Kunden weltweit kompetente Ansprechpartner, die die Fachthemen und Herausforderungen in den verschiedenen Industrien und den lokalen Märkten kennen und verstehen und dadurch eine hochwertige anwendungstechnische Beratung sicherstellen.

Über Klüber Lubrication

Klüber Lubrication ist einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialschmierstoffen und bietet tribologische High-end-Lösungen für nahezu alle Industrien und in alle regionalen Märkte. Die Produkte werden überwiegend nach speziellen Kundenanforderungen entwickelt und hergestellt. In mehr als 80 Jahren hat sich Klüber Lubrication durch hochwertige Spezialschmierstoffe, intensive Beratung und weit reichende Serviceleistungen einen herausragenden Ruf im Markt erarbeitet. Das Unternehmen verfügt über alle gängigen Zertifizierungen und ein in der Schmierstoffindustrie nahezu einzigartiges Prüffeld.

Klüber Lubrication, 1929 in München als Einzelhandelsunternehmen für Mineralölprodukte gegründet, gehört heute zur Freudenberg Chemical Specialities SE & Co. KG, einem Teilkonzern der Freudenberg-Gruppe, Weinheim. Klüber Lubrication beschäftigte im Jahr 2011 rund 1900 Mitarbeiter in über 30 Ländern.

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