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Das Risiko einer Kontamination mit MOSH und MOAH durch Schmierstoffe lässt sich minimieren – mit dem richtigen Partner.

15. Mai 2017

Das Risiko einer Kontamination mit MOSH und MOAH durch Schmierstoffe lässt sich minimieren – mit dem richtigen Partner.

Klüber Lubrication hat für die Lebensmittelindustrie ein Leistungspaket entwickelt, um Kunden von der tribologischen Analyse über Risikobewertung und Schmierstoffüberwachung bis hin zu Schulungen zu unterstützen.

Mineralöle können auf verschiedenen Wegen in Lebensmittel gelangen, unter anderem beim Produktionsprozess und durch die dabei eingesetzten Hilfsmittel, einschließlich der Schmierstoffe, die bei der Produktion von Nahrungsmitteln und ihren Verpackungen verwendet werden. Mineralöle wie die chemischen Verbindungen MOSH (gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) und MOAH (aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) sollten nicht in den menschlichen Körper gelangen, nicht einmal in geringsten Mengen: Sie können sich zum einen im Gewebe ansammeln und die Leber schädigen. Zum anderen kann ein krebserregendes Potenzial der Stoffe nicht ausgeschlossen werden. Die EU fordert deshalb eine stärkere Kontrolle bei der Überwachung von Mineralöl-Kohlenwasserstoffen (MOH) in Lebensmitteln sowie in Materialien und Gegenständen, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen.

Diese Forderung sorgt derzeit für erhebliche Unsicherheit unter Lebensmittelherstellern. Berichte über MOSH-/MOAH-Funde können negative Folgen wie teure Rückrufe nach sich ziehen und den Unternehmensruf nachhaltig beschädigen.

Der Tribologie-Spezialist Klüber Lubrication beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit diesem Thema und erfüllt die höchsten von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit empfohlenen Hygienestandards.

Das globale Expertenteam von Klüber Lubrication für die Lebensmittelindustrie hat ein umfangreiches Leistungspaket entwickelt, um Kunden in diesem Bereich zu unterstützen – von der tribologischen Analyse über Risikobewertung und Schmierstoffüberwachung bis hin zu Schulungen.

„Ein Vorteil unserer bewährten Methode liegt darin, dass bereits kleinste Schmierstoffmengen ausreichen, um den gewünschten Schmiereffekt zu erzielen. Das trifft aber nur bei der richtigen Auswahl des Schmierstoffs und der bestmöglichen Steuerung der Schmierung zu“, erklärt Paolo Spolaore, Market Manager Food Industry bei Klüber Lubrication. „Denn auch bei Einhaltung höchster Hygienestandards kann eine Kontamination oder Kreuzkontamination mit diesen Substanzen während der Produktion, des Transports oder der Lagerung aufgrund von Leckagen, Dämpfen, Verdampfungsverlust oder Belüftung nicht ausgeschlossen werden. Hochwertige Services wie regelmäßige Analysen der Zustandsüberwachung können dazu beitragen, das Risiko einer Kontamination frühzeitig zu erkennen bzw. zu beseitigen.“

Aufgrund der Komplexität der Bestimmung von MOH-Gehalten in Lebensmitteln stehen in Europa derzeit weder ein standardisiertes Analyseverfahren noch gesetzliche Grenzwerte für den MOH-Gehalt von Lebensmitteln zur Verfügung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erarbeitet aktuell Grenzwerte für den Übergang aus Verpackungsmaterialien. Laut dem Verordnungsentwurf des Ministeriums sollen aus Verpackungen nicht mehr als 2 mg MOSH und 0,5 mg MOAH auf ein Kilogramm Lebensmittel übergehen.

Solche Analysen werden in der Regel mithilfe online gekoppelter Chromatographie (HPLC-GC/FID) durchgeführt. Die Nachweisgrenze hängt stark von der MOH-Verteilung und der Art der Probe ab. So liegt bei Proben mit hohem Ölgehalt die Nachweisgrenze bei ca. 5 mg MOH pro Kilogramm Lebensmittel, bei trockenen Proben dagegen im Bereich von 0,1–0,5 mg pro Kilogramm Lebensmittel.

„Durch die Zusammenarbeit mit Klüber Lubrication und seinem globalen Netzwerk aus OEMs sind Lebensmittelhersteller in der Lage, eine Schmierung nach dem neuesten Stand der Technik, die Überwachung aller Aktivitäten, Mitarbeiterschulungen und nicht zuletzt auch Effizienzsteigerungen in der Produktion und Kosteneinsparungen zu realisieren.“