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Risiken von MOSH/MOAH-Kontamination durch Schmierstoffe minimieren

27. September 2017

Risiken von MOSH/MOAH-Kontamination durch Schmierstoffe minimieren

Die H1-Schmierstoffe von Klüber Lubrication erfüllen die Anforderungen von 21 CFR § 178.3570 der United States Food and Drug Administration

Spuren von Mineralölen wie die chemischen Verbindungen MOSH (Mineralöl gesättigte Kohlenwasserstoffe) und MOAH (Mineralöl Aromatische Kohlenwasserstoffe) sollten auf keinen Fall in den menschlichen Körper gelangen. Bereits kleinste Mengen können Schädigungen der Leber verursachen, sogar eine krebserzeugende Wirkung kann nicht ausgeschlossen werden. Die EU fordert daher eine stärkere Kontrolle und Überwachung von Mineralöl-Kohlenwasserstoffen in Lebensmitteln sowie in den Materialien und Artikeln, die für den Kontakt mit Lebensmitteln vorgesehen sind. Diese Forderung führt derzeit zu erheblichen Unsicherheiten bei den Lebensmittelherstellern, da Berichte über MOSH/MOAH-Funde negative Auswirkungen wie teure Rückrufaktionen und Imageschäden zur Folge haben können.

Hochleistungsschmierstoffe in der Lebensmittelindustrie

Ein Weg, auf dem Mineralöle in die Nahrungskette gelangen können, ist das Herstellungsverfahren bzw. die dabei genutzten Prozesshilfsmittel. Dazu gehören auch die Schmierstoffe, die bei der Herstellung von Nahrungsmittel- und Lebensmittelverpackungen verwendet werden. Der Tribologie-Experte Klüber Lubrication befasst sich seit langem mit dem Thema Lebensmittelsicherheit und hat zahlreiche Schmierstoffe entwickelt, die entsprechend den Empfehlungen der European Food Safety Authority die höchsten Hygienestandards erfüllen. Alle Schmierstoffe von Klüber Lubrication für Anwendungen im Lebensmittelbereich basieren entweder auf nicht-alkanischen Ölen wie Silikonöl oder PFPE oder auf synthetischen beziehungsweise nicht-synthetischen Kohlenwasserstoffen. Dabei sind alle für NSF-H1 Produkte genutzten nicht-synthetischen Weißöle ultrarein und somit nahezu frei von aromatischen Verbindungen.

„Ein Vorteil unserer innovativen Hochleistungsschmierstoffe ist die Tatsache, dass bereits sehr geringe Mengen ausreichen, um die gewünschte Schmierwirkung zu erzielen“, erklärt Jürgen Murhammer, Global Market Manager Food Industry bei Klüber Lubrication. „Denn selbst bei Einhaltung der höchsten hygienischen Standards kann eine Verunreinigung oder Kreuzkontamination aufgrund von Leckagen, Dämpfen, Verdunstungsverlust oder Belüftung bei Herstellung, Transport und Lagerung nicht vollständig ausgeschlossen werden. Unsere qualitativ hochwertigen Serviceleistungen, beispielsweise unsere regelmäßigen Schmierstoffanalysen, helfen darüber hinaus dabei, das Risiko einer Kontamination frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.“

Verordnungen und Grenzwerte

Die H1-Schmierstoffe von Klüber Lubrication erfüllen die Anforderungen von 21 CFR § 178.3570 der United States Food and Drug Administration und können daher verwendet werden, wenn ein zufälliger, unbeabsichtigter Kontakte mit Lebensmitteln nicht ausgeschlossen werden kann. Es sollte dabei jeweils die Mindestmenge verwendet werden, die erforderlich ist, um den gewünschten technischen Effekt zu erreichen, und es sollten in Zusammenhang mit der Verarbeitung von Lebensmitteln keine Produkte ohne H1- Registrierung werden. Bei der korrekten Verwendung von H1-Schmierstoffen findet in der Regel ohnehin kein Kontakt mit Lebensmitteln statt. In den Fällen, in denen der Kontakt mit Lebensmitteln jedoch unvermeidlich ist, darf die Menge an Schmierstoffen in Lebensmitteln 1 ppm bei Silikonölen und 10 ppm bei allen anderen Grundölen nicht überschreiten.

Aufgrund der Komplexität der MOH-Bestimmung in Lebensmitteln gibt es derzeit in Europa kein standardisiertes Analyseverfahren und keine gesetzlichen Grenzwerte für MOH in Lebensmitteln. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) arbeitet an gesetzlichen Grenzwerten für die Migration durch Verpackungsmaterialien. Dabei werden Werte von max. 2 mg MOSH/kg Lebensmittel und 0,5 mg MOAH/kg Lebensmittel diskutiert. Die analytischen Methoden zur MOH-Bestimmung werden kontinuierlich verbessert, was dazu führt, dass die Nachweisgrenze sinkt. Üblicherweise wird eine solche Analyse mittels online-gekoppelter Chromatographie (HPLC-GC/FID) durchgeführt. Die Nachweisgrenzen hängen stark von der MOH-Verteilung und der Art der Probe ab. Zum Beispiel liegt bei Proben mit hohem Ölgehalt die Nachweisgrenze bei ca. 5 mg MOH/kg Lebensmittel, während bei trockenen Proben 0,1-0,5 mg/kg nachgewiesen werden können.

Im Zweifel die Experten fragen

Selbst bei direktem Lebensmittelkontakt liegen die MOSH/MOAH-Belastungen des H1-Schmierstoffportfolios von Klüber Lubrication unterhalb der BMEL-Grenzwerte, auch der Nachweis des Schmierstoffs im Lebensmittel entspricht mit 10 ppm dem Grenzwert der FDA. Klüber Lubrication engagiert sich aktiv in der EHEDG (European Hygienic Engineering and Design Group) und unterstützt seine Kunden bei der Verringerung des Risikos von Lebensmittelverunreinigung durch Schmierstoffe und Abriebpartikel. Das globale Expertenteam von Klüber Lubrication hat für seine Kunden in der Lebensmittelindustrie ein umfassendes Paket an Services entwickelt – von der tribologischen Analyse, Risikobewertung und Schmierstoffüberwachung bis hin zu Schulungen zur richtigen Anwendung von Schmierstoffen.

 

Über Klüber Lubrication

Klüber Lubrication ist einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialschmierstoffen und bietet tribologische High-end-Lösungen für nahezu alle Industrien und alle regionalen Märkte. Die Produkte werden überwiegend nach speziellen Kundenanforderungen entwickelt und hergestellt. In mehr als 80 Jahren hat sich Klüber Lubrication durch hochwertige Spezialschmierstoffe, intensive Beratung und weit reichende Serviceleistungen einen herausragenden Ruf im Markt erarbeitet. Das Unternehmen verfügt über alle gängigen Zertifizierungen und ein in der Schmierstoffindustrie nahezu einzigartiges Prüffeld.

Klüber Lubrication, 1929 in München als Einzelhandelsunternehmen für Mineralölprodukte gegründet, gehört heute zur Freudenberg Chemical Specialities SE & Co. KG, einem Teilkonzern der Freudenberg-Gruppe, Weinheim. Klüber Lubrication beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter in über 30 Ländern.

Über die Freudenberg Chemical Specialities

Die Freudenberg Chemical Specialities München wurde 2004 als neue Geschäftsgruppe innerhalb der Unternehmensgruppe Freudenberg, Weinheim gegründet – einem in Familienbesitz befindlichen, diversifizierten Technologieunternehmen mit einer Geschichte von über 160 Jahren. Die Freudenberg Chemical Specialities verfügt über eine schlanke, marktorientierte Organisation mit Geschäftsleitung und Konzernfunktionen. Die Geschäftsgruppe hat zum Ziel, innerhalb ihres Tätigkeitsbereichs Innovationspotentiale zu fördern und die weltweite Marktführerschaft im Bereich Spezialschmierstoffe und Trennmittel auszubauen. Die Geschäftsgruppe besteht aus fünf weitgehend unabhängigen Unternehmensbereichen, die in über 50 Ländern tätig sind: Klüber Lubrication, Chem-Trend, SurTec, Capol und OKS.

 

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