Synthetische Kompressoröle: Höchste Effizienz für Ihre Kompressoren (Verdichter)

Synthetische Kompressoröle haben sich in der Praxis bewährt und bieten zahlreiche Vorteile für Betreiber von Kompressoren. Diese Öle zeichnen sich durch eine lange Öllebensdauer, einen hohen Wirkungsgrad und einen sehr niedrigen Ölgehalt in der Druckluft aus, was die Betriebskosten erheblich senkt

Wesentliche Funktionen von synthetischen Kompressorölen 

Synthetische Kompressoröle erfüllen drei wesentliche Funktionen: 

  • Schmierung der Rotoren und Rotorlager: Sie sorgen für eine reibungslose Funktion der Kompressoren
  • Wärmeableitung: Sie leiten die beim Verdichtungsprozess entstehende Wärme effektiv ab:
  • Dichtungsfilm: Sie bilden einen Dichtungsfilm an der Dichtkante zwischen Rotor und Verdichtergehäuse:

Für eine effiziente und störungsfreie Produktion ist ein langlebiges Öl mit gutem Temperaturverhalten und geringem Restgehalt in der Druckluft erforderlich. Es bestehen jedoch erhebliche Leistungsunterschiede zwischen verschiedenen Kompressorenölen. Ein hochwertig formuliertes synthetisches Produkt bietet signifikante Vorteile gegenüber mineralölbasierten Produkten und zeichnet sich insbesondere durch hervorragenden Oxidationsschutz, ausgezeichnete Haftung sowie geringe Rückstandsbildung aus:

Vorteile von synthetischen Kompressorölen

Spezielle oxidationsbeständige Kompressorenöle ermöglichen eine Reduzierung der Wartungskosten, eine höhere Verfügbarkeit des Kompressors sowie geringere Gesamtkosten für Öl, Ölfilter und Ölabscheider. Zudem sinken die Entsorgungskosten. Das geeignete Kompressoröl erhöht die Leistung des Kompressors bei gleicher Leistungsaufnahme durch den Einsatz eines hochschmierfähigen Grundöls in Kombination mit einem optimalen Additivpaket. 

Ein Kompressor beansprucht das Öl während des Betriebs erheblich. Faktoren wie hoher Druck, kontinuierliche Frischluftzufuhr, hohe Temperaturen, beträchtliche Scherkräfte, Partikeleinbrüche und Luftfeuchtigkeit beeinflussen das Öl. Diese Einflüsse führen zur Alterung des Öls, die sich hauptsächlich als Oxidation zeigt. Bei Temperaturen zwischen 90 °C und 100 °C oder mehr, und unter stetiger Sauerstoffzufuhr verursachen durch Oxidation entstehende organische Säuren eine schnelle Zersetzung des Öls. Die Konzentration dieser Säuren wird durch die sogenannte Neutralisationszahl ausgedrückt; je niedriger dieser Wert ist, desto geringer ist das Oxidationsausmaß. Kondensat, das durch Luftfeuchtigkeit entsteht, trägt zu hohen Wartungskosten bei, da es vor der Entsorgung in die Kanalisation aufbereitet werden muss. Ungeeignete Öle oder minderwertige Additive führen zur Emulgierung der Kondensate, wodurch eine Trennung von Öl und Wasser in normalen Separatoren unmöglich wird, was den Einsatz teurerer Kondensatabscheider erforderlich macht. 

Überzeugen im praxisnahen Einsatz

Ein führender Lebensmittelhersteller hatte Schwierigkeiten mit seinen NSF H1 Kompressorenölen. Eine Öllebensdauer von weniger als 1.000 Stunden führte zu hohen Wartungskosten und häufigen Ausfallzeiten. Klüber Lubrication empfahl eine Reinigung der Kompressoren und die Umstellung auf ein synthetisches Öl mit NSF H1 Registrierung und Zertifizierung nach ISO 21469. Nach der Reinigung konnte der Kompressor mit einer niedrigeren Temperatur als zuvor betrieben werden. Zudem entfielen die jährliche Reinigung und Wartung, die Betriebsstunden erhöhten sich auf über 4.000, und die Wartungskosten konnten bei vergleichbarem Ölpreis deutlich gesenkt werden:

Ein weiteres Beispiel aus der Spannplattenherstellung zeigt ähnliche Ergebnisse. Der Wechsel des Kompressoröls war regelmäßig nach 2.000 Betriebsstunden erforderlich. Klüber Lubrication empfahl eine Umstellung. Bei einer Ölanalyse nach 8.000 Betriebsstunden zeigte sich, dass erst zu diesem Zeitpunkt der Abbau von Additiven im synthetischen Öl begonnen hatte, das Öl jedoch noch weitere 2.000 Stunden verwendet werden konnte. Dadurch verlängerte sich die Öllebensdauer um das Fünffache gegenüber dem bisher verwendeten Kompressoröl. Fasst man die Gesamtkosten für Ölwechsel, Entsorgung, Ölfilter, Ölabscheider und Wartung zusammen, erweist sich das Premiumprodukt letztendlich als das kostengünstigste

Einfache Reinigung des Kompressors  

Kompressoröle auf Mineralölbasis können zu Lack- und Kohlenstoffablagerungen führen, die sich im gesamten Ölkreislauf absetzen. In Hydrauliksystemen können Mineralöle das Verkleben von Ventilen auf heißen Oberflächen verursachen, was zu einem hohen Energieverbrauch, verstopften Ölkanälen und Filtern sowie hohen Wartungskosten führt. Daher empfiehlt sich eine Reinigung mit Reinigungskonzentraten auf Esterölbasis. Sie werden in einer Konzentration von 10 % eingesetzt. Das Reinigungskonzentrat löst während des Betriebs des Kompressors Rückstände auf den Oberflächen und sorgt dafür, dass diese im auszuspülenden Öl beim Ölwechsel gelöst bleiben. Diese Methode ist viel effektiver als das Spülen des Kompressors mit normalem Kompressoröl. Der Betreiber kann mit Schnelltestkits leicht feststellen, ob und wann ein Ölwechsel erforderlich ist, um den Alterungszustand von Kompressorölen zu überprüfen. Der Test verwendet die Abbausäuren im Öl, um farblich das Ausmaß der Oxidation des Altöls anzuzeigen.  

Schlussfolgerung  

Praxisbeispiele zeigen, dass die Umstellung auf vollsynthetische Kompressoröle sehr einfach möglich ist. Die Öllebensdauer kann erheblich verlängert und die Kompressorleistung erhöht werden, um Kosten und wertvolle Ressourcen zu sparen.  

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